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Die Knüpftechnik und Architektur des "von Leffern - Knotens"
Die Architektur des Knotens besteht im Wesentlichen aus einer Doppelacht, die um einen zentralen Strang gelegt ist. Wird diese zugezogen, so verriegelt sich der Knoten selbst durch Verziehung des zentralen Stranges.
Bitte sehen Sie sich zum Erlernen der Technik auch das Video an! ..................................Ansehen : Hier klicken
Ein besonderes Merkmal des "von Leffern" Knotens ist die Geschwindigkeit, mit der sich der Knoten legen lässt. Dabei kommen beim extrakorporalen Knoten zwei Fadenenden zum Beispiel nach dem Legen einer Ligatur aus der Trokarhülse heraus. Ein Assistent hält einen Finger auf die Hülsenöffnung zwischen die Fadenenden, so daß deutlich ein rechtes und ein linkes Fadenende erkennbar ist.
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Das rechte Ende wird zum zentralen Strang, ist meist das längere Ende, da es noch in den Knotenschieber eingespannt werden muss, und wird in den folgenden Abbildungen hell dargestellt. Das andere, meist kürzere Ende wird zum Knoten benutzt. Es ist hierfür günstig, wenn es nicht zu lang ist. Es wird in den folgenden Bildern dunkel dargestellt ( Bild 1 ).
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Die beiden Fadenenden werden nun parallel gehalten und der linke Faden zum korrekten Legen eines halben Schlages mit üblicher chirurgischer Knüpftechnik unterkreuzt. Ist der halbe Schlag fertig geknüpft, so wird er zwischen Zeigefinger und Daumen der linken Hand festgehalten. Dabei kommt der linke Zeigefinger von oben zwischen die beiden Fäden zu liegen ( siehe Bild 2 ).
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Der kurze Faden steht nun nach rechts ab ( Bild 3 ).
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Es ist darauf zu achten, daß genügend Raum zwischen der Trokarhülse und dem Knoten ist. Es wird mit der rechten Hand über beide Fäden hinweg nach links überkreuzt und von unten mit dem Zeige- und Mittelfinger zwischen die Fäden gefasst ( Bild 4 ).
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Dabei zeigt die Plantarfläche der rechten Hand nach links außen. Jetzt werden die beiden Finger zwischen den Fäden gestreckt ( Bild 5 )
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Wird der rechte Arm jetzt wieder gesenkt, kippt die Handinnenfläche nach oben, wobei die Fäden in einer doppelten Acht um einander gedreht werden ( Bilder 6, 7 u. 8 ) .
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Jetzt fassen die beiden Finger der rechten Hand nach dem kurzen Fadenende. Dieser Vorgang kann mit der linken Hand unterstützt werden, die den ersten Knoten und damit auch das kurze Fadenende hält. Das kurze Fadenende wird sozusagen von der linken Hand an die rechte übergeben ( siehe Bild 9 ).
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Dieser Vorgang ist fühlbar, so daß er auch im abgedunkelten Raum sicher durchführbar ist. Das Fadenende wird nun mit Mittel- und Zeigefinger der rechten Hand festgehalten (Bild 10) und durch die doppelte Achterschlinge hindurch gezogen,
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indem sich die rechte Hand aus der Schlinge zurückzieht ( Bild 11 ).
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Das kurze Fadenende wird nun zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand gehalten ( Bild 12 )
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und von unten her durch die vordere Schlinge der Doppelacht gesteckt ( Bild 13 ). Dabei dient der Zeigefinger der linken Hand, der sich ebenfalls noch in dieser Schlinge befindet, als fühlbare Leitstruktur. Er kann zusammen mit dem von unten kommenden Fadenende aus der Schlinge genommen werden. Auch dieser Vorgang ist, da er fühlbar ist, in einem abgedunkelten Raum sicher durchführbar.
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Das kurze Fadenende befindet sich nun zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand. Der axiale Strang und der kurze Faden sind zu diesem Zeitpunkt noch umeinander verdreht ( Bild 14 ).
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Durch eine Rotation des gesamten Knotens einmal nach links um die Längsachse wird diese Torsion behoben. Dafür muss der kurze Faden lediglich einmal von unten mit der rechten Hand gefasst und von oben mit der linken Hand wieder übernommen werden ( Bilder 15 u. 16 )
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Auch dieser Vorgang ist in einem abgedunkelten Raum sicher durchführbar. Der jetzt fertige Knoten wird nun am kurzen Fadenende zugezogen womit die gewünschte Haltekraft und Gleitfähigkeit dosiert werden kann.
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Dabei ist streng darauf zu achten, daß der axiale Faden stramm gehalten wird ( heller Faden Bild 17 ) und der kurze Faden nur in der Längsachse auf sich zu gezogen wird ( dunkler Faden Bild 17 ). Anderenfalls blockiert der Knoten und lässt sich nicht mehr hinunter schieben.
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Es kann jetzt die Gleitfähigkeit durch Verschieben des Knotens mit der Hand geprüft werden und durch vermehrtes Anziehen des kurzen Fadenendes die Reibung und damit die Haltekraft erhöht werden ( Bild 18 ).
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Zuletzt wird der kurze Faden ( dunkler Faden ) mit einer Schere soweit gekürzt, wie er später belassen werden soll. Jetzt kann der Knoten mit dem Knotenschieber hinunter geschoben werden.
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