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Was sind Myome?

Myome sind die am häufigsten auftretenden Tumore im weiblichen Genitalbereich. Diese Tumore sind unter dem Begriff „Fibrome“ oder unter einer Vielzahl anderer Bezeichnungen wie Leiomyom, Leiomyomata, Myome und Fibromyom bekannt.
Myome sind gutartige (benigne) Geschwülste bzw. Wucherungen, die in der Muskulaturwand der Gebärmutter entstehen. Obwohl sie nicht immer Symptome verursachen, können ihre Größe und Lokalisation zu Probleme führen, die sich z.B. in Schmerzen und starken Blutungen äußern. Die exakten Ursachen für die Entwicklung eines Myoms sind noch unklar, aber Untersuchungen haben gezeigt, daß genetische Dispositionen und hormonell bedingte Stimulierung die Ursachen sein können. Dies erklärt auch warum in verschiedenen Bevölkerungsgruppen Myome häufiger auftreten bzw. innerhalb von Familien die erbliche Veranlagung eine Rolle spielt.

Die Anzahl der Frauen, die unter Myomen leiden nimmt mit fortschreitendem Alter bis zu den Wechseljahren zu:
Ca. 20% der Frauen im Alter von 20-29 Jahren, 30% der Frauen im Alter von 30-39 Jahren und 40% der Frauen ab einem Alter von 40 Jahren und aufwärts entwickeln Myome.
20% bis 40% der Frauen ab einem Alter von 35 Jahren leiden unter einem Uterusmyom mit signifikanter Größe.
Myome können eine Größe von einigen Millimetern bis zu mehr als 25 cm Durchmesser annehmen. In einigen Fällen kann diese Erkrankung den Uterus auf eine Größe anwachsen lassen, die einer 5-monatigen Schwangerschaft entspricht. In den meisten Fällen treten mehrere Myome im Uterus gleichzeitig auf.

Die Abbildung zeigt Myome verschiedener Lokalisation.
Der Tabelle können Sie die typischen Krankheitszeichen und Krankheiten bei verschiedenen Lokalisationen entnehmen.

gestieltes Myom

Stieldrehung des Myoms und
akute, starke Bauchschmerzen

intramurales Myom

behindert die Gebärmutterkontraktion, dadurch schmerzhafte Regelblutung und starke, verlängerte Blutungen,kann den Eileiter einengen und für erschwerte Empfängnis sorgen

intracavitäres
Myom

behindert Einnistung und somit Entstehung einer Schwangerschaft,
starke, schmerzhafte Blutungen

submucöses Myom

verstärkte und schmerzhafte Regelblutung

subseröses Myom

Vergrößerung der Gebärmutter, Verdrängung anderer Organe wie Harnblase und Harnleiter

Uterusmyomat

 
Symptome (Krankheitszeichen) allgemein,
die durch die Vergrößerung der Gebärmutter hervorgerufen werden sind unter anderem:

  • Druck auf den Darm mit Blähungen und trägem Darm
  • Druck auf die Blase mit häufigem Harndrang
  • Starke, verlängerte Periodenblutungen und unübliche monatliche Blutungen, manchmal mit Blutgerinnsel, die zu einer Anämie (Blutarmut) führen können.
  • Beckenschmerzen oder genauer noch, Druck bzw. Unbehaglichkeitsgefühl im Becken, welches durch die Größe bzw. durch das Gewicht der Myome, das auf die nahe Umgebung drückt, verursacht wird.
  • Rücken- oder Beinschmerzen, verursacht durch das Drücken der Myome auf Nerven, die das Becken und die Beine versorgen.
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Erschwerte Empfängnis oder häufige Fehlgeburten bis hin zur Unfruchtbarkeit
  • Neu aufgetretene, schmerzhafte Regelblutungen
     


 

 

 

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    Dr. med. Ingo von Leffern - Süntelstraße 11a - 22457 Hamburg                       Albertinen Krankenhaus - Hamburg

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