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Clip - Embolisation

(engl. Laparoscopic Uterine Artery Ligation Abk: LUAL) . . .

Einführung
Der Begriff ist eigentlich irreführend, weil es sich nicht wirklich um eine Embolisation handelt.
Es handelt sich jedoch, wie bei der Embolisation um eine Unterbrechung der Blutzufuhr.
Diese Unterbrechung ist sowohl durch Kunststoffpartikel mit Hilfe der
Röntgenkatheterisierung möglich als auch durch Abbinden oder Legen eines Gefäßclips.
Dieses geschieht mit Hilfe einer Bauchspiegelung, welches ein sehr schonendes Verfahren mit schneller
Erholung und nur sehr kurzem Krankenhausaufenthalt darstellt.

Die beiden Techniken unterscheiden sich sowohl in der Art der Anwendung als auch im Prinzip stark voneinander. Bei der Embolisation durch PVA Partikel werden die Gefäße an ihrem dünnsten Durchmesser verstopft. Bei der LUAL werden die großen Gefäße unterbrochen. Die Myome werden durch die relativ kurze Blutarmut so geschädigt, dass sie ähnlich wie bei der Embolisation absterben. Es liegen Ergebnisse von Untersuchungen vor, die zeigen, dass die Unterbrechung der Durchblutung für nur 6 Stunden ausreicht, um Myome dauerhaft zu schädigen.
Der Vorteil gegenüber der Katheterembolisation liegt darin, dass das Verfahren auch bei Frauen angewandt werden kann, die eine Kontrastmittelallergie, eine Schilddrüsenerkrankung oder eine Nierenerkrankung haben. Außerdem bietet sich die Methode bei allen Patientinnen an, die neben den Myomen noch andere Erkrankungen im Unterleib haben, wie zum Beispiel Eierstockscysten, Endometriose, Verwachsungen oder unklare Beschwerden. Diese Erkrankungen können dann gleichzeitig durch die Bauchspiegelung
abgeklärt und behoben werden.

Das Verfahren sollte nur von erfahrenen Operateuren angewandt werden, da die Präparation der richtigen Gefäße nicht immer ganz einfach ist. Es sollten auch Erfahrungen mit der Katheterembolisation vorhanden sein, weil die Risiken und Komplikationen
sehr ähnlich sind.

In unserer Klinik werden die Voruntersuchungen, die Besprechung und Abwägung der alternativen
Möglichkeiten und die letztendliche Indikationsstellung in einer speziellen Myomsprechstunde durchgeführt.

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Abb.: Hier sieht man drei Monate nach LUAL, dass keine Durchblutung mehr im Myom sondern nur noch drum herum vorhanden sind.

Das Verfahren

Das Prinzip ist einfach, es werden auf beiden Seiten neben der Gebärmutter die Arterien aufgesucht, freigelegt und entweder mit einem Gefäßclip oder durch elektrischen Strom verschlossen. Es ist auch möglich mit einem dünnen Faden das Gefäß zuzubinden (engl. ligation).

Der Eingriff hat zur Folge, dass kurzfristig die Gebärmutterwand nicht ausreichend durchblutet ist und somit die Myome absterben. Die gesunde Gebärmutterwand erholt sich von diesem Eingriff nach kurzer Zeit durch Versorgung mittels anderer Blutgefäße. Die Myome werden in der Regel so geschädigt, dass sie nicht mehr weiter wachsen und auf Dauer schrumpfen. Sie bleiben dann als Narben erhalten.
Neuere Studien zeigen, dass sich die Wirkung der LUAL langfristig entwickelt und das Schrumpfen der Myome oft erst nach 9 Monaten voll ausgeprägt ist. Offensichtlich muss der "natürliche" Zelltod der Myomzellen abgewartet werden.
Die Methode des Arterienverschlusses durch Bauchspiegelung ist relativ neu. Es liegen noch keine Langzeituntersuchungen vor.

Für die Bauchspiegelung (Laparoskopie) benötigen wir einen kleinen Einstich am Bauchnabel und rechts und links im Unterbauch je einen weiteren Einstich. Die Wunden werden bei uns mit selbstauflösenden Fäden unter der Haut genäht. Die Fäden müssen nicht gezogen werden und die Patientinnen können bereits am nächsten Tag wieder duschen. Normalerweise dauert die Operation ca. 30 - 40 Minuten. Der stationäre Aufenthalt, bei dem wir Fieber, Entzündungszeichen und Schmerzverlauf kontrollieren, dauert ca. zwei bis drei Tage. Die Patientinnen sollten sich mindestens 1 Woche krank schreiben lassen und sich zwei Wochen körperlich schonen. In dieser Zeit müssen sie auch Antibiotika in Tablettenform einnehmen.


Mögliche Nebenwirkungen und Risiken:

20 Prozent der Patientinnen berichten über Schmierblutungen nach dem Eingriff.
Durch die verminderte Blutzufuhr in der Gebärmutter kann es zu Schmerzen kommen, die dann durch starke Schmerzmittel behandelt werden können. Diese Schmerzen halten meist nicht mehr als 24 Stunden an.

Durch die Mangeldurchblutung der Myome entsteht abgestorbenes Gewebe, welches sich durch Keimbesiedelung entzünden kann, da dieses Gewebe einen guten Nährboden für Bakterien darstellt. Dies kann bis hin zu einer starken, allgemeinen, fiebrigen Erkrankung führen. In ganz seltenen Fällen muss dann die Gebärmutter im Nachhinein doch noch per Bauchschnitt entfernt werden.

Die Minderdurchblutung kann auch zum Absterben von Teilen der Gebärmutterschleimhaut führen, was zu einer kurzfristigen, stärkeren Regelblutung führen kann.
Abgestorbene Myome, die sehr dicht an der Gebärmutterhöhle lokalisiert sind, können durch die Gebärmutter ausgestoßen und durch die Scheide "geboren" werden.

Bei der Operation können unter ungünstigen Umständen der Harnleiter oder mittelgroße Blutgefäße verletzt werden. Über die allgemeinen Risiken einer Bauchspiegelung informiert sie der zusätzliche Aufklärungsbogen für laparoskopische Eingriffe.

Die Erfolgsaussichten der Operation sind - wie bei der Röntgen-Embolisation - folgendermaßen zu beziffern:
Es tritt in der Regel eine Schrumpfung der Myome um 60 % ihrer Ausgangsgröße ein. Die vorhandenen Symptome, wie Druckgefühl, Blutungsstörungen, Blasendruck, Unterbauchschmerzen, werden in 70 % der Fälle deutlich gebessert oder behoben.
Es gibt Fälle, in denen die Blutgefäße aus operationstechnischen Gründen nicht aufgefunden oder ausreichend sicher verschlossen werden können. In diesen Fällen ist eine LUAL nicht möglich.
Eine Schwangerschaft sollte nach dieser Operation nicht mehr eintreten, da diesbezüglich keine ausreichenden Erfahrungen bestehen.

 


 

 

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     Dr. med. Ingo von Leffern - Süntelstraße 11a - 22457 Hamburg                       Albertinen Krankenhaus - Hamburg

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